Meinung

Brauchen wir Leitfiguren für Senioren?


Greta Silver - eine selbst erklärte
Leitfigur für "Älterwerdende"

Erst wird Greta Silver in einer Reportage über megafitte aktive Senioren mit zwei anderen als positives Beispiel für gelingendes Älterwerden gezeigt (Endlich alt - siehe unten im Blog). Ein, zwei Wochen später sitzt Greta Silver in der NDR Talkshow! Entdeckt von den Medien wird sie auch von diesen zur Leitfigur hochstilisiert.
Keine Frage: Greta Silver schaut super aus und hat eine sehr lebendige positive Ausstrahlung mit ihren 68 Jahren. Respekt!!! Und sie macht einfach, was sie will, ohne Bedenken und Selbstbeschränkungen. Sie ist Fotomodell und Lebensberaterin mit eigenem You TUBE Kanal. Und natürlich hat sie eine eigene Webseite, hier der LINK dazu:Greta Silver.

Greta Silber gehört zu en 10-20% der Senioren, die optimal altern. (Eine Kategorisierung von Prof. Wahl)  Das heisst, sie erlebt keinerlei Einschränkungen und ist sehr aktiv, probiert viel Neues aus und ist kerngesund! Dies dürfen nur wenige in dieser Form erleben. Und sie ist mutig! Bei allem, was sie tut, darf man nicht vergessen, dass sie nur diese 10-20% repräsentiert. Was aber nicht heisst, das sie die 60-70% der "normal Alternden" nicht motivieren und Mut machen kann. Und dass sie das tut, kann man auf Ihrer Webseite lesen!

Schau´n Sie mal! Was meinen Sie? Brauchen wir derartige Leitfiguren? Ermutigen sie uns oder erinnern sie die "Normalen" nur daran, wie begrenzt sie sind?
Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!
Herzlichst
Ihre Dagmar Wagner

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Würden Sie sich durch solche Worte als älterer Mensch "diskriminiert" fühlen?

Ich bin kein Mensch, der schnell beleidigt ist, und behaupte mal, schon viel Humor zu haben.




Ich liebe politisches Kabarett, Satire und Comedians und habe darum kürzlich den Auftritt eines Nachwuchskabarettisten im Fernsehen verfolgt. Sein Publikum war deutlich älter als er und irgendwann thematisierte er das, indem er sagte:
...es wäre kürzlich bei einem anderen Auftritt noch schlimmer gewesen, da hätte er in - der Ortsname folgte und soll hier keine Rolle spielen - auf eine "BAUMWOLLPLANTAGE" geblickt.

Da habe ich erst einmal laut gelacht! Dann aber dachte ich: Das ist doch irgendwie grenzwertig. Und ganz ehrlich: Ich weiß immer noch nicht, ob das wirklich angebracht war.

Manche von Ihnen wissen vielleicht von Fotos, dass ich schon länger ziemlich "weiß" bin. Das ist halt so, und da ich meine Haare nicht färbe, merken Sie, dass es für mich auch kein Thema ist. Aber dann sollte es vielleicht auch für andere kein Thema sein?
Ich weiss es nicht - ich bin auch wirklich kein Spielverderber und der Name des jungen Nachwuchskabarettisten bleibt an dieser Stelle hier auch unerwähnt!

Aber wäre ich im Publikum gewesen, hätte ich ihm sicherlich ein anderes Zitat zugerufen, das ich gehört habe:

Schnee auf dem Dach aber Feuer im Ofen!

Das wäre doch ein wirklich souveräner Umgang mit der Fragestellung "Diskriminierung ja oder nein" gewesen!


Was meinen Sie dazu?

Herzlichst
Ihre Dagmar Wagner


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Nichts macht schneller alt, als...

Hier ein weiterer Aphorismus für´s Jahr 2017:

"Nichts macht schneller alt, als der immer vorschwebende Gedanke, dass man älter wird!"
Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), erster deutscher Professor für Experimentalphysik in Göttingen.


oder:

Alter ist eine Frage der Haltung und nicht der Jahre. Es kommt darauf an, was man im Kopf hat: eine Vision oder die Rente!!! 

In diesem Sinne grüßt herzlichst
Ihre Dagmar Wagner 

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Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht!

Hier eine biografische Weisheit für zwischendurch, die man mal auch für eine Geburtstagskarte verwenden kann:

Das Leben ist zu kurz für ein langes Gesicht! 

In diesem Sinne grüßt herzlichst
Ihre Dagmar Wagner 

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Beitrag eines Bloglesers oder einer Blogleserin

Dieser Kommentar erreichte mich zu Ernas 107. Geburtstag und enthält eine Information, die auch mir neu ist:

Gast: 
Sehr schön, dies zu lesen und dazu passt eine kürzliche Meldung aus der Ärzte Zeitung: Fast jeder 4. über Hundertjährige benötigt keine regelmäßigen Medikamente


Vielen lieben Dank für Ihren Beitrag liebe Leserin/lieber Leser! 

Das sollte auch für "Jüngere" ein Ansporn" sein!
Eine schöne Adventszeit wünscht Ihnen Ihre Dagmar Wagner 

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"Wir-Gefühl" für 4,50 Euro von Brigitte!


Das neue Frauenmagazin ab dem 55. Lebensjahr!

Vielleicht haben Sie bereits das neue Brigitte-Magazin "Wir" entdeckt: Das Magazin für die dritte Lebenshälfte, gemeint sind Damen ab 55 Jahren aufwärts. Der Begriff "dritte Lebenshälfte" kann ja nur "rhetorisch" gemeint sein, denn dass es keine drei Lebenshälften geben kann, wird den "alten Hasen", also Blattmachern von Brigitte, ganz sicher klar sein. Unser immer längeres Leben wird inzwischen von Forschern in immer mehr Abschnitte geteilt, sogar das "Alter" so ab 55 Jahren hat laut Gene D. Cohen nochmals vier weitere Phasen.
Aber nun zum Heft. Die Frauenzeitschrift BRIGITTE galt und gilt inhaltlich noch immer als eines der besten Hefte auf dem Markt. Brigitte WIR bringt ordentliche Artikel über bekannte, besondere Persönlichkeiten, über die wir alle allerdings nun wirklich schon genug gelesen haben wie z.B. Hannelore Elster oder Jane Goodall. Natürlich bleiben Gesundheits- und Schönheitstipps und auch Tipps für eine lange, glückliche oder überhaupt andauernde Partnerschaft sowie Artikel über das "Körpergefühl im Alter" nicht aus. Da wir ja immer älter werden, müssen wir ja auch immer länger mit unserem Partner auskommen, "das Zeitliche segnet uns ja immer später". Da kann also so manch guter Rat nur teuer sein. Aber wer gerne in Magazinen blättert, der muss sich bei Brigitte WIR nicht ärgern. Vor allem wird das Älterwerden weder glorifiziert, noch davor Angst gemacht. Hier wird meiner Meinung nach eine gute Balance gehalten. 
Bitte klicken Sie für den ganzen Artikel jetzt auf WEITERLESEN!

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Die "Älteren und Alten" werden zum Schreckgespenst!

Ziemlicher Groll kommt in mir auf, wenn ich Berichte über die demographische Entwicklung Deutschlands lese, sehe oder höre. Demnach gehöre ich bald zu einer Generation von Schreckgespenstern, einer drohenden Seuche: die prophezeite Überalterung unserer Gesellschaft.

Dies sollen die Fakten zu sein:
Im Jahre 2020 werden circa 25% aller Deutschen älter als 60 Jahre sein. Da ich in genau diesem Jahr 60 Jahre alt werde, gehöre ich auch dazu.
Im Jahre 2030 sind dann bereits schon 34 % der Deutschen über 60 Jahre alt.

Dargestellt wird diese Entwicklung als steigende Altenlast, als eine unheimliche Vergreisung unserer Gesellschaft, ein nicht zu bewältigendes und nicht zu finanzierendes Altenproblem mit entsprechendem Pflegebedarf.

 Als Betroffene frage ich mich: Wie fühlt man sich da?

Das Thema wird so diskutiert, als ob ausschließlich Maßnahmen zur Katastrophenbewältigung die Situation retten könnten.
Sind wir als die „zukünftigen  Alten“ tatsächlich so eine unabwendbare Plage?

Die Beschreibung dieses Phänomens bedient sich nämlich fast ausschließlich negativer Stereotypen: die Alten als gesellschaftliche Last, hilfsbedürftig, defizitär, unselbständig, krank, einsam, schwächlich, uninteressiert.

Natürlich gibt es in unserer Kultur schon immer eine eher negative Erwartungshaltung dem Altern gegenüber, aber was zur Zeit passiert, setzt dieser Einstellung langsam die Krone auf.

 
Foto: Moritz Wagner
In China wird älteren Menschen mehr Respekt entgegen gebracht
und verstecken müssen sie sich auch nicht. 

Dabei sei mir ein kleiner ironischer Seitenhieb erlaubt: Auch die Fernsehwerbung von ARD und ZDF bis 20:00 Uhr bildet die öffentliche Meinung zum Altern mit, hier tobt sich die Pharmaindustrie mit ihren Produkten für die ältere Generation aus, die demnach 

inkontinent,
schlaflos,
dement,
antriebslos, müde, erschöpft,
unterversorgt,
von Muskel, Gelenk und Rückenschmerzen geplagt ist
und brechende Knochen wie Salzstangen hat. 

 

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