Literatur

Das Kochbuch der Hundertjährigen



Hundertjährige rücken immer mehr in den Fokus: hier nun ein Kochbuch mit Rezepten aus den Regionen, in denen es besonders viele Hundertjährige gibt. Diese Gegenden werden auch "blue zones" genannt und sind hinlänglich erforscht! Denn schließlich möchte doch jeder gerne hinter das Geheimnis eines langen Lebens kommen! Die beiden Autoren erkunden dabei die besonderen Ernährungsgewohnheiten in diesen Regionen und stellen die typischen Rezepte von dort zusammen: "Rezepte für ein glückliches, langes Leben" - wie es dabei so schön heisst:

"Der schwedische Wirtschaftsjournalist Ennart befasste sich bereits in seinem Buch „Das Geheimnis des Alterns“ mit den sogenannten Blue Zones. Gemeinsam mit dem schwedischen Fernsehkoch und Autor Ekstedt ist nun eine Kombination aus Wissen und Rezeptideen entstanden. Der Leser lernt die Merkmale der Ernährung in den Blue Zones kennen: Beispielsweise ernähren sich die Menschen dort sehr pflanzenreich. Fleisch wird eher bei besondere Anlässen serviert. Dennoch sind knapp die Hälfte der beschriebenen Rezepte mit Schwein, Rind, Huhn oder Fisch. 

Rezepte von der "Insel der Unsterblichkeit" 

Die Autoren greifen zum Beispiel die Blue Zone „Okinawa“ auf. Diese wird unter chinesischen Seeleuten auch „Insel der Unsterblichkeit“ genannt. Die Bewohner essen Speisen wie Bratreis mit Tofu, Eiern und Regenbogengemüse oder Süßkartoffelnudeln mit Sesam und Wachteln. Die Schweden widmen sich ebenso ihrem Heimatland: Rostbraten mit Topinambur, Apfel und geriebenem Meerrettich oder gerösteter Rosenkohl mit Räucherspeck, Birne und Butterdinkel kommen beispielsweise in Småland auf den Tisch und sollen ebenso ein langes Leben versprechen."
Zitat aus www.cafe-future.net 
 

Das Kochbuch der 100-Jährigen, Niklas Ekstedt und Henrik Ennart, 165 Seiten, Fackelträger Verlag GmbH, ISBN 978-3-7716-4663-9, 20 €.

Also ganz ehrlich: Ich kaufe mir das Buch nicht, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren! Schreiben Sie mir, falls sie es empfehlenswert finden!

Hier der LINK zum Buch!

Gutes Gelingen wünscht Ihre Dagmar Wagner 

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Advanced Style - Older&Wiser, das zweite Buch: Ein tolles Geschenk - auch für sich selbst!




Bereits das erste Buch von ARI SETH COHEN aus New York habe ich Ihnen in diesem Blog vorgestellt: Er fotografierte ältere Menschen auf den Strassen New Yorks, die sich durch einen ungewöhnlichen, eigenwilligen Kleidungsstil auszeichnen! Veröffentlich hat er die Fotos zuerst auf seinem BLOG, dann wurde das erste Buch daraus und sogar ein Dokumentarfilm produziert. Eine Erfolgsgeschichte!

Nun hat er sich über die Grenzen New Yorks hinausgewagt und in den Metropolen der Welt zum selben Thema fotografiert. Das Resultat ist sein zweiter Band "Advanced Style" Older&Wiser. Ich muss sagen, der zweite Teil ist noch faszinierender. Ich hätte nicht geglaubt, dass das noch möglich ist.

Dieses Buch zu durchblättern macht nicht nur eine große Freude, sondern hilft, die eigenen "Beschränktheiten" bezüglich älterer Menschen zu überwinden.

Ich verschenke diese Bücher gerne - immer mit großem Erfolg. Und immer noch ist es ein Geheimtipp, kaum jemand kennt diese Bücher, die die Betrachter in eine wunderbare Stimmung versetzen. Gute Laune halt! Und man sollte sich die Zeit nehmen, das Buch mit der oder dem Beschenkten gemeinsam zu durchblättern: mit der Mutter, Großmutter oder mit Menschen, die man professionell betreut. Auch für die Seniorenarbeit sind die Bücher ein prima Tipp! 
Plötzlich weht ein ganz anderer Wind durch den Raum...
Sie denken ich übertreibe?
Schauen Sie doch mal ins Buch…dann werden Sie es schon erleben!Im zweiten Band sind mehr Texte zu den Protagonisten im Buch, und zwar leider auf Englisch. Aber es sind nur wenige Seiten, nach wie vor handelt es sich um einen Fotoband!

Dies noch als weiterer Tipp zur Sommerlektüre!
Sie kennen die Bücher? Schreiben Sie mir doch, wie diese Ihnen gefallen haben!!!
Herzlichst
Ihre Dagmar Wagner


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Leichte Sommerlektüre zum Thema „Älterwerden“: Sissi Perlinger - Ich bleib dann mal jung!


Für alle, die noch nach einem Buch für den Sommerurlaub suchen, hier ein Tipp: „Ich bleib dann mal jung“ von Sissi Perlinger und ihrer Co-Autorin Marion von Schröder ist sicherlich die passende Lektüre, wenn man auch mal schmunzeln möchte. Klar: Sissi Perlinger ist und bleibt Sissi Perlinger. Aber sie bringt durchaus auch wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Älterwerden in ihr Buch, die Sie zwar nur kurz anspricht, aber immerhin. Ob sie die Recherchen dafür selber gemacht hat, wird das Geheimnis der beiden Autorinnen bleiben...

Wirklich erfrischend sind ihre Zitate fremder Autoren zwischendurch:

„Das Alter ist ein Minenfeld, wenn du jemanden siehst, der gut durchkommt, steige in seine Fußstapfen!“ (George Vaillant, Leiter einer der größten Altersstudien).

Ihre Bemühungen, das persönliche Glückspotential aktiv auch im Alter zu erhöhen, mögen manchem Leser an einigen Stellen etwas aufgesetzt klingen. Aber genau das ist es, was sie mit diesem Buch bezweckt und erteilt auch Ratschläge dafür. Hin und wieder war bei mir die Grenze der Belastbarkeit erreicht, was ihre persönlichen Erfahrungen und auch Wiederholungen betrifft. Zum Beispiel betont sie für meinen Geschmack zu oft, das wir unseres eigenen Glückes Schmied sind!

Aber dennoch finde ich, hat sie keinen schlechten Job gemacht. Ihre „esoterische Neigung“ darf man getrost überlesen, auch so manchen Beitrag ihrer alten Freundin Marlene aus Goa. Wer kann sich schon vier Monate Auszeit in Goa gönnen? Aber das ist eigentlich irrelevant. Auch ihr häufiger Hinweis, sich therapeutische Hilfe zu suchen, wurde mir dann doch zuviel. Nichts gegen Therapie, wenn diese nötig ist, aber ihre positiven Erfahrungen damit hat sie mir einfach zu oft betont. Aber egal, denn bald kommt schon wieder das nächste Zitat:

„Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach einfach Limonade...!“

Völlig recht hat sie mit der Betonung darauf, dass wir selbst verantwortlich für unser Leben sind, dass es unsere eigenen Gedanken und Einstellungen sind, wie wir altern werden, und die uns eventuell wirklich „altern“ lassen. Denken wir immerfort, alt zu sein, werden wir es auch! Alter bedeutet eben Weiterentwicklung und auch Vervollkommnung, das kann auch sie nicht oft genug betonen. Da hat sie einfach recht!

Eines wusste selbst ich noch nicht: Dass sich die Spanier ab Rentenbeginn „el Jubilado“ - also „der oder die Jubilierende“ nennen! Toll, danke Sissi! 

Also - vieles Richtige steht im Buch, die Verpackung ist hin und wieder für meinen Geschmack etwas zu persönlich und extrem, aber dafür ist es halt auch Sissi Perlingers Buch!!! Und ich bin sicher, ihr ist das auch wirklich schnurz piep egal! Und auch damit hat sie recht!

Und hier zum Schluß:

„Auf´s Alter kommt es nicht an, außer man ist ein Käse!“ (Luis Bunuel)

Einfach wunderbar!!! Danke Sissi!

Ach ja - eine Bühnenshow zum Buch gibt es natürlich auch. Aber die habe ich bislang noch nicht gesehen!

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihre Dagmar Wagner! 

 



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Hape Kerkeling hat über seine Kindheit geschrieben!

Nach seinem Sensationserfolg von 2009 "Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg" hat sich Hape Kerkeling an seine Autobiografie gewagt. Dabei hat er das traumatische Erlebnis    des Selbstmords seiner psychischen kranken Mutter zum Thema gemacht. Wie belastend es für ein Kind ist, mit einer depressiven Mutter aufwachsen zu müssen, darüber hat Hape Kerkeling geschrieben bis hin zu ihrem Tod.

 
Eine Autobiografie, die für Betroffene mit ähnlichen Erfahrungen
vielleicht tröstlich sein kann.

Als Retter treten immer wieder die Großmütter und Großväter auf, die über ihre persönlichen physischen wie psychischen Grenzen gehen, um dem Enkel Hape Schutz und ein wenig Normalität zu bieten. Wie divers eine große Familie sein kann, wie bereichernd dabei jedes Mitglied wirkt - das ist eine der positiven Aspekte, die Kerkeling in seiner Autobiografie beschreibt. 

Ich empfinde sein Buch nicht als Nabelschau. Beeindruckt hat mich, wie er auch immer wieder die fröhlichen Seiten seiner Mutter beschreibt, und dass er sie so in Erinnerung behalten wird.

Nur den Einstieg fand ich leider weniger gelungen. Als Biografin weiß ich natürlich um das Problem: Womit fange ich an? Aber da gibt es wirklich viele Möglichkeiten, die sich jenseits der Chronologie auftun können. Doch da war Hape Kerkeling leider nicht sehr kreativ. Die ersten drei Kapitel fand ich thematisch unpassend, aber mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung! Ein "Muß" ist das Werk - finde ich - nicht.
Alles Gute wünscht
Ihre Dagmar Wagner


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Advanced Style - ein Buch über modebewusste New Yorker Frauen über 65

Streetphotographie einmal ganz anders: Ari Seth Cohen begann irgendwann, in New York modebewusste Frauen über 65 Jahre auf der Strasse zu fotografieren. Die wunderbaren und mutigen Damen liefen ihm einfach über den Weg, was man sich in einer Metropole wie New York unschwer vorstellen kann. Zuerst veröffentlichte er die beeindruckenden Porträts in seinem BLOG. Schließlich machte ein Verlag ein Buch daraus (Link zu Amazon), und nun gibt es auch bald einen Dokumentarfilm dazu. Hier der Link zum Trailer! 

Das Foto zum Film!

Na wenn das keine Erfolgsstory ist! BRAVO! Inzwischen ist er auch in europäischen Metropolen unterwegs und fotografiert ältere Männer wie Paare dazu!

 
Buchcover von Advanced Style

Ein wunderbares Geburtstagsgeschenk für eine Freundin!
Viel Spaß damit wünscht Ihnen Ihre Dagmar Wagner

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Exzellenter Buchtip auch für Laien: „Jung im Kopf“ von Prof. Dr. Martin Korte

Die Gehirnforschung hat betreffend des älteren Gehirns ab dem 50. Lebensjahr viele neue spannende, vor allem Mut machende Erkenntnisse herausgefunden. Die meisten davon stammen aus den USA, wo seit Jahrzehnten weitaus mehr geforscht wird als in Deutschland. Warum diese Ergebnisse nicht auch bei uns ausreichend bekannt gemacht werden, kann ich nicht verstehen. Vielleicht, weil man hier die älteren Mitbürger ab 50 lieber in der Unkenntnis und damit Unsicherheit lässt, damit die Pharmaindustrie mit unserer Angst genügend Geld verdienen kann. 

 

Die Strukturveränderung des Gehirns ab dem 50. Lebensjahr beschäftigt mich als Thema schon lange, und ich habe dazu nicht nur Martin Korte´s Buch gelesen. Als deutscher Professor für Neurobiologie in Braunschweig beschreibt er in seinem Buch verschiedene Aspekte zur Gehirnforschung. Sein Anliegen liest sich aus der von ihm zitierten Aussage von Paul Baltes: 

„Eine der wichtigen Aufgaben der Zukunft ist es, die Bilder vom Alter optimistischer und differenzierter zu gestalten. Wenn es nämlich keine positiven Bilder vom Alter gibt oder nur im geringen Maße, wenn also der gegenwärtig erreichte Zivilisationsstand das Alter vor allem auf der negativen Seite Soll-Seite verbucht, dann ist auch die Wahrscheinlichkeit gering, dass positive Alternsprozesse einschließlich neuer Produktivitätsformen im Alter überhaupt entstehen, und zwar unabhängig davon, ob dies prinzipiell anders sein könnte.“

In seinem Buch zeigt Professor Korte die positiven Effekte bezüglich der Leistungsfähigkeit des älteren Gehirns auf. Manchmal geht er gehirnphysiologischen oder biochemischen Dingen mit sehr detaillierten Erklärungen und Abbildungen auf den Grund. Wem dies zuviel wird, kann diese Ausführungen ruhig umgehen. Denn in allererster Linie ist dieses Buch für Laien wunderbar verständlich!

Sollten Sie also auch über die letztlich ganz normalen Auswirkungen unseres nachlassenden Gedächtnisses ab dem 50. Lebensjahr wie: Namen wollen uns nicht einfallen, neu Gelerntes ist schneller wieder vergessen, und auch unsere Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit lassen nach - brauchen Sie keine Angst vor Demenz haben.

Freuen Sie sich lieber darüber, dass unser Gehirn ab 50 Unglaubliches leisten kann und unser Verstand bei Tests in vier von sechs Testbereichen besser abschneidet als es die Gehirne der 25-35jährigen tun.

Und auch das sollten Sie bedenken:

„Menschen, die generell positiv über das Altern und ihre Fähigkeiten im Alter denken, leben länger und leisten mehr, als Menschen mit einer negativen Einstellung dazu.“ (Zitat Korte)

Und außerdem:

„Leistungsverluste im Alter sind zum Teil dadurch begründet, dass es eine gesellschaftlich induzierte selbsterfüllende Prophezeiung ist.“ (Zitat Korte)

Mit diesem Link können Sie bei Amazon einen Blick ins Buch werfen!

Es lohnt sich, versprochen! Sie werden sich hinter besser und beruhigt fühlen!
Viel Spaß mit dem Buch während der Winterzeit!

Herzlichst
Ihre Dagmar Wagner


 

 

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Über Kriegskinder und Kriegsenkel: ein Generationentransfer.

Bei meiner biografische Arbeit spielen Erlebnisse aus dem zweiten Weltkrieg immer wieder eine große Rolle. Dabei handelt es sich oft um die Kriegskinder von damals, also der Generation zwischen 1930 und 1945, die als Kinder für das damalige politische Geschehen in keiner Weise verantwortlich waren. Unausgesprochene und unverarbeitete traumatisierende Kriegs- und Fluchterlebnisse bestimmen hinterher unbewußt ihr ganzes Leben.

Sabine Bode hat bereits 2004 unter dem 

Titel: Die vergessene Generation - Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

ein Buch über diese heutigen 68 bis 83 jährigen Kriegskinder verfasst.

 

 

Sie beschreibt diese Generation unter anderem so:

„Hier handelt es sich um eine große Gruppe von Menschen, die in der Kindheit verheerende Erfahrungen machte, aber über Jahrzehnte in der Mehrzahl eben nicht das Gefühl hatte, etwas besonders Schlimmes erlebt zu haben. Denn es fehlt ihnen der emotionale Zugang zu diesen Erfahrungen und damit auch den Zugang zu den wichtigsten Prägungen.“ (Sabine Bode: Kriegsenkel, S. 25)

 „Den meisten Kriegskindern gelang es, vor allem auch durch unermüdliches Arbeiten, ihre Schreckenserinnerungen auf Abstand zu halten.“ (Sabine Bode: Kriegsenkel, S. 26)

 

Nach dem Motto, froh sein zu müssen, überlebt zu haben, sollten sie nach vorne schauen, und wurden zur gut funktionierenden, nie jammernden und nicht nachfragenden Generation des Wiederaufbaus. Doch viele ihrer verschlossenen Erinnerungen traten im Alter mehr und mehr hervor. Der WDR hat am 16.5.2013 genau darüber einen beeindruckenden Dokumentarfilm gedreht:

Kriegskinder - Wie die Angst in uns weiterlebt.

Über diesen Link können Sie den 43minütigen Film nochmals im Internet sehen. Eine Empfehlung für alle, für die dieses Thema eine Bedeutung hat.

Auf das Buch von Sabine Bode über die Kriegskinder folgten viele Reaktionen. Besonders überraschend aber war, dass sich viele Kinder von Kriegskindern meldeten, die über Schwierigkeiten und Unverständnis zwischen den Generationen berichteten. Es sind vorwiegend Angehörige der 1960er Jahrgänge. Mittels dem Buch verstanden sie nun zum ersten Mal ihre Eltern und ahnten die Ursachen dafür. Denn in vielen Kriegsenkeln lebt das Grauen und das Trauma der Eltern heute noch weiter. Genau das meint der Begriff vom „Generationentransfer“ oder „transgenerationale Weitergabe“, der sich durch die Trauma- und Holocaustforschung als wissenschaftliche Tatsache belegen lässt. Das bedeutet, dass die unverarbeiteten Erlebnisse der Kriegskinder auch wieder das Leben ihrer eigenen Kinder, der Kriegsenkel, unbewusst beeinflusst hat. 

2009 schrieb Sabine Bode schrieb darum das Buch: 

Kriegsenkel - Die Erben der vergessenen Generation. 

Viele von ihnen beschreiben die schwierige Beziehung zu den Eltern, in der oft Nähe und Verständnis fehlen. 

 


Wer sich über die Erfahrungen der Kriegsenkel informieren oder austauschen möchte, dem sei folgendes Internetforum ans Herz gelegt:
Forum Kriegsenkel.

 

Ich selbst habe all diese Themen während meiner biografischen Arbeit selbst erlebt und erfahren dürfen, wie durch die biografische Aufarbeitung die Generationen wieder zusammenfanden und sich daraufhin viel Heilung und Nähe entwickelt hat. Das Studium der beiden Bücher sowie des WDR-Films sei all jenen, die sich mit dem Thema befassen, darum sehr ans Herz gelegt.

Ich wünsche Ihnen eine 
aufschlussreiche Lektüre!

Schöne Pfingsten und meine besten Wünsche!
Ihre Dagmar Wagner 

 

 

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Klatsch und Tratsch einmal ganz anders: Die informative Biografie CAMILLA

Und noch ein kleiner Tip für ein Weihnachtsgeschenk:

Als Biografin lese ich natürlich viele Biografien. Die meisten davon leihe ich mir aus unserer kleinen, schön geführten Gemeindebücherei aus. Leider kann ich nicht allzu viele zum Lesen weiterempfehlen: Zu detailverliebt und distanzlos verlieren sich viele Lebensgeschichten in der Aneinanderreihung von Ereignissen. Vielleicht gut gemeint, aber mühselig zum Lesen, wenn die größeren Zusammenhänge nicht hergestellt werden. Ich steige bei dieser Art von Biografie meistens aus. 

 

Tatjana Gräfin Dönhoff 
CAMILLA 
Diana Verlag 2006
ISBN-10: 3-453-28503-4
464 Seiten


Von dem Titel CAMILLA allerdings war ich begeistert: Das ist kein Klatsch oder Tratsch im herkömmlichen Sinn, sondern beste leichte Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Autorin schildert sehr präzise, wie die Beziehung zwischen Camilla und Charles publikumswirksam aufgebaut und wie genau jeder gemeinsame öffentliche Auftritt geplant und durchkonzipiert wurde, um aus den beiden ein akzeptables und geliebtes Paar zu machen. Eigene Public Relations Strategen wurden dafür extra engagiert und bei Misserfolg schnell wieder ausgetauscht. 

Ein echter Blick hinter die Kulissen, der für niemanden Partei ergreift - auch für Camilla nicht, sondern die tragischen Verstrickungen dieser Dreiecksgeschichte mit den dazugehörigen Hintergründen erzählt, und wie diese dann der Öffentlichkeit verkauft wurden.

Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie jede Geschichte über sogenannte Prominente ganz anders sehen. 

Interessanterweise wird dieses Buch im Buchhandel nicht mehr zum Verkauf angeboten: zu intelligent und inhaltsreich? 

Es liest sich leicht und eignet sich wunderbar als Bettlektüre, auch wenn man müde ist, weil es so unterhaltsam und an manchen Stellen einfach unglaublich ist.

Über Amazon können Sie noch ein paar Restexemplare bestellen. Hier der Link.

Ich hoffe, Sie haben viel Spaß dabei.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen
Ihre
Dagmar Wagner 

 

 

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Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben - ein schöner Lesetip für alle, die sich mit ihrer Biografie befassen.

Das gelebte Leben wird in eine eigene Biografie gefasst - kein einfaches Vorhaben für die meisten. Das Buch von der Psychotherapeutin
Verena Kast 
„Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben“ kann hierfür eine wunderbare Anregung sein. Keine Sorge: Auch ohne akademische Vorbildung in Psychologie ist es für jedermann lesenswert, als eine gelungene Mischung aus Ratgeber, anonymisierten persönlichen Erfahrungen von Patienten und Informationen zu den Themen Gehirnforschung und Psychologie in sehr verständlicher Art. 

 

Einen ganz allgemeinen Aspekt möchte ich gerne in Form von Zitaten aus Ihrem Buch herausgreifen: „Es mag sein, dass der Lebensrückblick der Mythos des 21. Jahrhunderts ist. Eine durchaus reizvolle Entwicklungsaufgabe, die sich den heutigen Menschen stellt..." (Seite 14) Manche Psychologen halten den Lebensrückblick „für einen universellen Prozess, also etwas, was zur Entwicklungspsychologie des Alters gehört. Das Interesse, das zur Zeit der Biografiearbeit entgegen gebracht wird, könnte darauf hindeuten, daß dem wirklich so ist.“ (Seite 16) „Wenn diese Erfahrungen dokumentiert werden,..., könnte sich daraus der Alterskultur ergeben.“ (Seite 16) 

Meine Einschätzung, dass biografische Arbeit immer bedeutender wird, scheint sich wieder einmal zu bestätigen. Und wenn ich mit meiner Tätigkeit zu einer neuen Form von Alterskultur beitragen kann, dann freut mich das umso mehr.

Ich bin sicher, das Buch wird Ihnen eine wunderbare Anregung sein, wie Sie Ihre eigene Biografie  verfassen. Praktische Schreibtips finden Sie darin nicht, dafür aber wertvolle Anregungen, unter welchem Gesichtspunkt, aus welcher Perspektive Sie Ihre Lebensgeschichte schreiben können. Das Buch gibt Ihnen bestimmt einen guten Impuls, um mit Ihrer Biografie zu starten.

Einen schönen Sommer und alles Gute wünscht Ihnen
Ihre Dagmar Wagner 

 

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Fünf Dinge, die die Menschen gegen Ende ihres Lebens am meisten bereuen!

Bronnie Ware, eine australische Pflegerin, hat ein Buch über ihre Erfahrungen mit ihren Patienten geschrieben:
Was haben sie am Ende ihres Lebens verpasst oder glauben verpasst zu haben?
 


Bronnie Ware


Leider ist das Buch bislang nur in englischer Sprache unter dem Titel:

The Top Five Regrets Of The Dying
erhältlich.



 

Auch biografische Arbeit befasst sich mit dieser Frage, darum hier ein kurzer Abriss über die fünf am meisten geäußerten Versäumnisse im Leben:

1. Den Mut gehabt zu haben, sein eigenes Leben zu leben.

2. Ich wünschte, ich hätte weniger gearbeitet.

3. Ich hätte meine Gefühle besser ausdrücken sollen.

4. Ich wünschte, ich hätte mich mehr um meine Freunde gekümmert.

5. Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt!

Auf stern.de können Sie einen Artikel dazu lesen.

Und wer sich über Bronnie Ware informieren will, besucht ihre Webseite über diesen Link!

Schöne Frühlingsgefühle wünscht Ihnen
Ihre Dagmar Wagner 

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Eine der schönsten Biografien als Weihnachtsgeschenk!

Jetzt rückt der 24. Dezember immer näher, und hier noch ein weiterer Tip, dieses Mal für ein `besinnliches´ Weihnachtsgeschenk, nämlich die Biografie:

Marie des Brebis
Der reiche Klang des einfachen Lebens

von Christian Signol

Verlag Urachhaus
ISBN 978-3-8251-7580-1 

 

Christian Signol schreibt über das Leben der einfachen französischen Schafhirtin Marie des Brebis. Zwei Jahre vor ihrem Tod hat sie dem französischen Erfolgsautor ihre Lebensgeschichte erzählt. Beeindruckend ist, daß der Autor eine Sprache gefunden hat, so als ob Marie des Brebis das Buch selbst geschrieben hätte. Dieses Buch ist darum ein seltenes Exemplar, wie eine Biografie im allerbesten Fall geschrieben sein kann. Ich hatte immer das Gefühl, dass Marie des Brebis persönlich zu mir spricht. Eine Meisterleistung, wie ich finde!

Marie des Brebis hat auch eine Bemerkung über die aufkommenden Erinnerungen während des Älterwerdens gemacht:

„Manchmal wecken mich nachts Melodien und ich bekomme eine Gänsehaut. Und das immer häufiger; es ist also wahr, dass man im Alter immer weniger schläft. So kommen mir in der Geborgenheit meines kleinen Zimmers Melodien in den Sinn, die ich vergessen zu haben glaubte. Sie steigen nun von ganz allein wieder in meiner Seele auf, sodass mir die Tränen kommen. Ja, auch das gehört zum Älterwerden, und es kann schrecklich und auch wunderbar sein.“ (S. 83)

Ihr Vergleich von Melodien mit Erinnerungen sind reine Poesie, finden Sie nicht?

Hier noch eine kurze Zusammenfassung für Sie. Ich zitiere aus der Rückseite des Buchumschlags:
„An einem Herbstabend des Jahres 1901 wird das Findelkind Marie von einem Hirten zu einer Bauernfamilie gebracht. Sie wird wie eine Tochter aufgenommen und großgezogen. Nahezu ihr gesamtes Leben verbringt sie als einfache Schafhirtin in der urwüchsigen Natur des Quercy, umgeben von warmherzigen Menschen, die ihr ein Grundvertrauen auf das Gute in der Welt vermitteln, das sie in allen Lebenslagen trägt. Sie erlebt zwei Weltkriege und meistert tapfer und mit viel Weisheit Schicksalsschläge wie den Verlust ihres Sohnes, der im Widerstand gegen die deutschen Besatzer kämpfte, oder den frühen Tod ihres Mannes. Diese lebensbejahende Haltung ermöglicht es ihr, am Ende eines erfüllten Daseins heiter und dankbar auf ein dramatisches Jahrhundert zurückzuschauen.“ (Verlagstext Urachhaus)

Ganz viel Freude mit diesem Buch!

Wenn es irgendwie möglich ist, geniessen Sie die Vorweihnachtszeit!

Beste Wünsche und Grüße!
Ihre Dagmar Wagner 

Wenn Ihnen meine Buchempfehlung gefallen hat, oder Sie dieses Buch bereits kennen, dann freue ich mich auf Ihren Kommentar unter: 


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Geistige Fitness im Alter

Titel:   Geistige Fitness im Alter
Autor:  Gene D. Cohen
Verlag: Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co. KG, München, ungekürzte Ausgabe 2009
ISBN 978-3-423-34530-9

Titel der amerikanischen Originalausgabe: The Mature Mind. The Positive Power of the Aging Brain.

Siehe Archiv Gehirnforschung, Blogbeitrag vom 3. August 2011: Ab 50 macht das Erinnern erst richtig Spaß!

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